Newsletter Tips 1

Posted by: Sebastian on 05/04/2009

Schreibst du manchmal E-Mails?

Naja, wer tut das nicht. Aber vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich manche E-Mails besser lesen lassen, als andere. Richtig? Wie kommt das? 

Hier mal ein Beispiel einer kürzlichen E-Mail Konversation:

:-) Ok, ich will nicht, dass du wegen mir leiden musst ;-) ! Ich verstehe, dass ein normaler Mensch zu dieser Zeit noch schläft (bin nur nicht davon ausgegangen, dass du zu den “normalen” Menschen gehörst, bei der Vielzahl an Projekten die du durchführst ;-) )! Ich kann leider keinen späteren Zug nehmen, aber das ist überhaupt kein Thema, dann fahr ich mit dem Zug einfach nach Coburg durch und du genießt es noch mal ausschlafen zu dürfen, bevor der Fh-Stress wieder los geht :-) !
Mach dir dann in deiner überschüssigen Zeit mal Gedanken um nen Gruppennamen ;-)
Schönes WE noch, bis Morgen!

Diese E-Mail kam bei mir an. Meine Antwort war so:

Ksssss…..
Käthe ich fahr schon morgen und hol dich ab.
Ich geh halt dann n paar Minuten früher los
und einkaufen. Ich kann dich also schon um
0840 in Bamberg aufgabeln. Für mich isses 
kein soo großer Unterschied. Ich dachte nur,
es geht stündlich ein Zug oder so. Aber wenn
du nur so am besten fahren kannst, isses ja
auch kein Akt. Dann nehm ich dich morgen 
um 08.40 am Bahnhof Bamberg mit.
Wenn du jetzt einfach weiterfährst und NICHT
dastehst, DANN aber…..
Also ich werd überlegen wegen dem Namen
und wir sehen uns morgen früh.
Fällt dir etwas auf? 
Der obige Text ist einfach nur getippt. Immer weiter im Fließtext geschrieben. Meine Antwort dagegen ist maximal 42 Zeichen pro Zeile lang. In Blogs sollte man nicht so schreiben, da es sonst an ein Gedicht erinnert oder ähnliches. Hat sich jedenfalls nur für bestimmte Zwecke durchgesetzt.
Aber in E-Mails ist es wesentlich leserlicher. Eine Regel lautet: eine Zeile in einer E-Mail soll maximal 65 Zeichen lang sein. Alles andere ist leseunfreundlich und man braucht einfach länger, um die Zeilen zu lesen. Die Augen müssen mehr wandern.
Mein Text sieht dagegen kurz aus, selbst wenn er noch einige Absätze lang wäre. Ideal ist es auch, nach 4 oder 5 Zeilen einen Absatz zu machen, weil es ebenfalls die Lesefreundlichkeit erhöht. Und manche Sätze…
…kann man auch durch einen Absatz und Punkte unterbrechen und im nächsten weiterführen. So liest man automatisch weiter. Diese Beschränkung auf maximal 65 Zeichen (Buchstaben) pro Zeile kennen Leute wie ich auch noch aus der Stenografie, wo wir die DIN A 5 Stenoblöcke noch einmal unterteilt haben und dann 4 Spalten auf unserem Block zum Schreiben (und anschließendem Lesen) hatten. Man war einfach wesentlich schneller.
Dasselbe trifft auf E-Mails zu und deshalb solltest du deine E-Mails in diesem Format schreiben. Wenn du später einen eigenen Newsletter hast, ist es besonders wichtig, denn du willst ja, dass möglichst viele Menschen deine Texte auch lesen. 
Schönen Sonntag noch! :)
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Filed Under: erklart

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